Sport in Stuttgart: Fitnessstudios im Vergleich

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In Teil eins meiner zweiteiligen Mini-Serie „Sport in Stuttgart“ habe ich dir von kostenlosen sowie günstigen Angeboten erzählt. In Teil zwei geht es um das Thema Sport in Stuttgart: Fitnessstudios im Vergleich“. Ich will dir also vier Fitnessstudios vorstellen, die ich in den vergangenen zehn Jahren selbst besucht habe. Dabei werde ich nicht jede Kleinigkeit aufzählen, die du auch einfach auf der Website des jeweiligen Studios nachlesen kannst. Vielmehr will ich von Dingen berichten, die mir besonders positiv oder negativ aufgefallen sind. Also los!

Sport in Stuttgart: Fitnessstudios im Vergleich
Fitness First Women Club am Rotebühlplatz

Der Fitness First Women Club am Rotebühlplatz in Stuttgart war der erste, in dem ich eine Mitgliedschaft abgeschlossen habe. Und das gleich zwei Mal. Das erste Mal zu meiner Studienzeit, das zweite Mal während meines Volontariats. Beide Male war die Entfernung zu meinem Studien- bzw. Arbeitsort ausschlaggebend für meine Wahl des Studios. Denn sind wir mal ehrlich: Wer hat nach Schule, Uni oder Job noch Lust einen langen Weg ins Fitnessstudio auf sich zu nehmen? Und wer kann sich – einmal zu Hause angekommen – überwinden, den Popo nochmal vom Sofa zu erheben? Eben! Daher ist ein Studio, das sich direkt auf dem Weg befindet meiner Meinung nach ideal.

Was mir gut gefallen hat:

  • Wie es der Name bereits verrät, ist das Fitnessstudio nur für Frauen da. An manchen Tagen ist es einfach angenehmer, wenn wir Mädels mal nur unter uns sein können.
  • Besonders im Wellnessbereich profitiert man hier als Frau natürlich beim ungestörten und ungenierten Saunieren und Dampfbaden.
  • Das Studio hat unter der Woche sehr gute Öffnungszeiten (Mo-Fr von 7.00 bis 22.30 Uhr), die es dir ermöglichen, auch vor oder nach der Arbeit zu trainieren.
  • Mitglieder können kostenlos in der Tiefgarage des Hauses parken. Denn nach dem Training wird dein Parkticket abgestempelt. Außerdem ist das Studio gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden. Die Haltestelle „Stadtmitte“ ist allerdings alles andere als einladend…
  • Der Umkleidebereich ist mit ausreichend vielen Haartrocknern ausgestattet.
  • Zu meiner Zeit gab es kostenlose Produktproben, Magazine und die Möglichkeit, DVDs auszuleihen. Zumindest der letzte Punkt dürfte sich seit Netflix & Co. aber erübrigt haben…

Und was nicht so:

  • Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Probetermin im Studio und das Gespräch mit einer Dame der Vertragsabteilung. Natürlich kann man kein ganzes Studio wegen einer Person schlecht machen. Aber ich persönlich fand sie einfach extrem aufdringlich und unangenehm. Sie wollte mich dazu überreden, den Vertrag ohne Bedenkzeit zu unterschreiben und hat mich ziemlich unter Druck gesetzt. Ganz ehrlich? Das geht gar nicht! Ich habe den Vertrag trotzdem mit nach Hause genommen und in Ruhe durchgelesen.
  • Das Erstellen eines individuellen Trainingsplans gehört im Fitness First zu den Inklusiv-Leistungen. Außerdem kannst du den Plan in regelmäßigen Abständen von einem Trainer überprüfen oder anpassen lassen. Eigentlich eine gute Sache. Allerdings haben mir verschiedene Trainer unterschiedliche und sich widersprechende Tipps gegeben. Eine bessere Schulung der Mitarbeiter wäre hier sicherlich angebracht.
  • Am Wochenende lassen die Öffnungszeiten (Sa + So 10.00-20.00 Uhr) meiner Meinung nach zu wünschen übrig. Da ist vor allem abends noch Luft nach oben.

Mein Fazit zum Fitness First Women Club am Rotebühlplatz in Stuttgart:
Wer ein zentral gelegenes Studio nur für Frauen sucht, sollte sich den Fitness First Women Club am Rotebühlplatz in Stuttgart einmal ansehen. Am besten, du vereinbarst einen kostenlosen Probetermin. Denn so kannst du dir einen guten Eindruck von den Räumlichkeiten, dem Publikum und der Stimmung vor Ort machen.

Sport in Stuttgart: Fitnessstudios im Vergleich
POINT – Sports.Wellness.Club in Gerlingen

Auch bei der Wahl meines zweiten Fitnessstudios hat die Entfernung eine zentrale Rolle gespielt. Denn der POINT – Sports.Wellness.Club in Gerlingen ist nur wenige Minuten von meinem Zuhause entfernt. Das war definitiv ein Pluspunkt. Nicht ganz so prickelnd fand ich es hingegen, hier ständig auf bekannte Gesichter zu treffen. Das war eigentlich absehbar. Nun ja.

Was mir gut gefallen hat:

  • Ich hatte die Möglichkeit, zu Fuß oder mit dem Rad ins Fitnessstudio zu kommen. Für alle, die es etwas weiter haben gibt es aber auch hier kostenlose Parkplätze direkt vor der Türe sowie eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.
  • Das Studio ist mit drei Etagen ziemlich groß und nicht so überlaufen, wie viele andere. Das liegt vermutlich an der Lage knapp nach dem Stuttgarter Stadtrand.
  • Das Publikum ist ziemlich gemischt. Männer, Frauen, Junge, Alte, Sportliche, Unsportliche: Man hat nicht das Gefühl, nicht reinzupassen.
  • Neben Kursen und Gerätetraining gibt es hier noch Squash und Badminton Felder. Die Nutzung ist allerdings nicht inklusive und damit wären wir auch schon bei…

Und was nicht so:

  • Viele Zusatzangebote kosten extra. Zu meiner Zeit gab es beispielsweise einen Anti Gravity Yoga Kurs, für den ich aber extra hätte zahlen müssen. Nicht cool!
  • Die Trainer sind super aufdringlich! Wenn du beispielsweise mehrere Wochen nicht im Studio warst, rufen sie dich an und fragen, was los sei. Oder sie lassen nicht locker, bis du einen Termin für einen neuen Trainingsplan ausmachst. Das mag nett gemeint sein und ist sicherlich von der Studioleitung so gewollt. Allerdings wäre etwas Feingefühl hier sicherlich nicht fehl am Platz.
  • Kurz nachdem ich meine Mitgliedschaft abgeschlossen hatte, begann ein aufwendiger Umbau des Umkleidebereichs. Darauf hat mich bei Vertragsabschluss natürlich niemand aufmerksam gemacht. Und auch einen günstigeren Preis gab es in dieser Zeit nicht, obwohl deutliche Einschränkungen spürbar waren. Ich hatte zudem das Gefühl, dass man sich nicht wirklich beeilt hat, den Umbau schnell voran zu treiben. Selbst ein Jahr später, waren die Bauarbeiten nicht beendet.

Mein Fazit zum POINT – Sports.Wellness.Club in Gerlingen:
Rückblickend muss ich sagen, dass ich mich hier nicht wirklich wohl gefühlt habe. Der stete Smalltalk vom Personal und die Frage nach dem Trainingsfortschritt waren einfach nicht mein Ding. Manch einer mag sich bei so einer Behandlung besonders gut aufgehoben fühlen, aber mich hat es gestört. Glücklicherweise sind Menschen und Fitnessstudios ja verschieden. Ansonsten gilt natürlich auch hier: Probetermin vereinbaren und selbst bewerten.

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puls fit & wellnessclub und Jivana Yoga Studio am Killesberg

Meine Mitgliedschaft im puls fit & wellnessclub am Killesberg war die erste, die ich nicht von der Lage des Studios abhängig gemacht habe. Denn der Club lag weder auf meinem Arbeitsweg, noch war er besonders nah an meinem Zuhause. Aber vor allem das anliegende Jivana Yoga Studio hat meine Neugierde geweckt.

Was mir gut gefallen hat:

  • Im Vergleich zu meinen bisherigen Erfahrungen war mein Probetermin in diesem Studio wirklich tadellos. Mir wurde das Studio gezeigt und ich durfte in Ruhe alles ausprobieren. Anschließend gab es ein absolut unverbindliches Beratungsgespräch. Von einem Vertrag war bei diesem Termin gar nicht die Rede. Erst als ich gefragt habe, wie es jetzt weitergehen würde, wurde mir gesagt, dass ich mir alles überlegen und dann einen Termin für die Vertragsunterzeichnung vereinbaren solle. Wirklich top!
  • Das Fitnessstudio ist mit zwei Ebenen sowie dem räumlich völlig separaten Yoga Studio ausreichend groß. Bis auf die Cardio-Geräte gab es hier nie Platznot.
  • Die Cardiogeräte sind jeweils mit eigenen Fernsehern ausgestattet. So kann jeder die Sendung seiner Wahl sehen und – mit Kopfhörern – auch hören.
  • Es gibt einen separaten Stretch-Bereich nach dem five-Konzept.
  • Die Kombination aus Fitnessstudio und Yoga Studio habe ich so nirgends anders gefunden. Wirklich toll!
  • Die normalen Sportkurse habe ich ehrlich gesagt nie ausprobiert, aber die Yoga Kurse waren von ausgezeichneter Qualität. Denn sie hatten so gar nichts mit den stark verkürzten Kursen zu tun, die man sonst so aus dem Fitnessstudio kennt. Eine anständige Yoga Stunde dauert nun mal 90 Minuten. So ist es hier auch.
  • Das Jivana Yoga Studio begeistert mit sehr schönem Ambiente. Außerdem gibt es einen gemütlichen Aufenthaltsraum mit Tee und Schokokeksen (kontraproduktiv, aber lecker!) for free.
  • Der Wellnessbereich ist ein absoluter Traum: Außensauna, Outdoor-Liegen, Innensaunen mit verschiedenen Temperaturen, Dampfbad, Bar, Sitzecke, Ruheraum… Hier könnte sich so manches Schwimmbad eine dicke Scheibe abschneiden.

Und was nicht so:

  • Trotz der hohen monatlichen Kosten und trotz des Sonderparktarifs für Mitglieder ist das Parken in diesem Studio nicht inklusive. Der öffentliche Nahverkehr ist zwar gut zu erreichen, doch die U-Bahn Linie U5 fährt hier Mo-Fr nur im 20-Minutentakt, Sa + So sogar nur im 30-Minutentakt. Nicht gerade praktisch.
  • Vor allem abends sind die Cardio-Geräte ständig besetzt. Hier könnte man über eine Aufstockung nachdenken.
  • Während meiner Mitgliedszeit wurden auch hier die Duschen renoviert. Der Umbau hat sich unnatürlich in die Länge gezogen, sodass leider der Verdacht aufkommt, dass das Studio auf diese Weise Kosten einsparen wollte. Nicht ok.
  • In den Duschen zieht es. Brr, kalt!

Mein Fazit zum puls fit & wellnessclub und Jivana Yoga Studio am Killesberg:
Rein optisch ist dieses Studio sicherlich eines der schönsten, die ich je besucht habe. Alles ist sehr sauber und modern, das Personal stets freundlich und hilfsbereit. Am meisten begeistert haben mich das Yoga Studio und der Wellness Bereich. Letztendlich war für mich die Entfernung das größte Manko. Außerdem ist der Mitgliedsbeitrag ziemlich hoch, da hat man einfach wenig Lust bei jedem Studiobesuch noch zusätzliches Budget für das Parkhaus einzurechnen. Wie immer gilt auch hier: Probetermin vereinbaren und selbst bewerten.

Sport in Stuttgart: Fitnessstudios im Vergleich
McFIT in Feuerbach

Im McFIT in Feuerbach bin ich aktuell zusätzlich zu meinen zwei Sport-Kursen an der VHS Stuttgart Mitglied. Da ich nicht wirklich gerne zum Sport gehe, funktioniert diese Herangehensweise für mich ganz gut, denn die Abwechslung macht’s. Und bei den niedrigen Kosten im McFIT ist diese Mischung für mich auch gut finanzierbar.

Was mir gut gefällt:

  • Man wird in Ruhe gelassen! Niemand möchte etwas von dir, jeder trainiert für sich alleine und die Trainer drängen ihre Hilfe nicht auf. Na, also: geht doch!
  • Das bedeutet aber nicht, dass du hilflos zurückgelassen wirst. Auf Nachfrage sind die Trainer sehr hilfsbereit.
  • Das McFIT in Feuerbach hat an jedem Tag des Jahres 24 Stunden geöffnet. Ohne Ausnahme!
  • Das McFIT befindet sich direkt neben dem großen Media Markt in Feuerbach und hat somit ausreichend viele und kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Alternativ ist auch die nächste U-Bahn Haltestelle nicht weit entfernt.
  • Das Studio liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen meinem Wohnort und meinem Arbeitsplatz. Ich kann also unter der Woche direkt nach der Arbeit trainieren und habe es am Wochenende nicht so weit.
  • Das Geräteangebot ist sehr vielfältig. Hier kann wirklich jeder so trainieren, wie er möchte. Und je nach Trainingsart ist das direkte Umfeld passend gestaltet. Bei den Rudergeräten sieht es nach See aus, im sogenannten „Cage“ trainieren die Mucki-Fans und bei den speziellen Lady-Geräten ist alles in Pink gehalten. Vielleicht etwas stereotypisch, aber mir gefällt’s.
  • Außerdem gibt es zwei Kursräume. Einer davon ist für Cycling-Fans reserviert, der andere wird quer durch die Bank bespielt. Meistens laufen Video-Kurse ab, an denen du einfach nach Lust und Laune teilnehmen kannst. Seit kurzem gibt es aber auch Live-Kurse, wie man sie aus anderen Studios kennt.
  • Die monatlichen Gebühren sind mit 19,90 EUR wirklich gering und auch die 29 EUR für die Registrierung sind absolut fair. Manche Studios verlangen teilweise bis zu 100 EUR, um deine Daten in ihren PC einzugeben…

Und was nicht so:

  • Ich habe mich online für die Mitgliedschaft registriert und durfte meine Mitgliedskarte dann einfach am Schalter abholen. So weit so gut, aber eine ganz kurze Einweisung ins Studio wäre dann doch nett gewesen…
  • Es gibt nur zwei Duschen. Die meisten Mitglieder ziehen sich nach dem Training gar nicht um und duschen zu Hause. Auch ein Wellnessbereich ist nicht im McFIT Konzept vorgesehen.
  • Die Geräte im Cardio-Bereich haben keine Kopfhörer-Funktion. Du bist also entweder auf dein Smartphone oder die Studio-Musik angewiesen.
  • Besonders dienstags und donnerstags zur Feierabendzeit ist das Studio sehr voll. Ja, das kennt man auch von anderen Fitnessstudios, aber das hier ist schon nochmal eine andere Nummer.

Mein Fazit zum McFIT in Feuerbach:
Fairerweise muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich erst seit rund zwei Wochen hier trainiere und die Anfangseuphorie noch groß ist. Trotzdem: Ich bin wirklich begeistert, was das McFIT in Feuerbach für so wenig Geld im Monat alles bietet. Und die Sache mit den Duschen? Ich denke ich kann mich dran gewöhnen, einfach direkt nach dem Sport nach Hause zu fahren, dort zu duschen und danach ohne Umwege in meinen Schlafanzug zu huschen. Auf diese Weise kommt mir die Zeit im Studio auch nicht unnötig lange vor und ich bin motivierter, mehrmals die Woche zu trainieren. Auch nicht schlecht! Wie immer gilt auch hier: Probetermin vereinbaren und selbst bewerten.

Sport in Stuttgart: Fitnessstudios im Vergleich – Mein Fazit:

Du siehst, die Auswahl an unterschiedlichen Fitnessstudios in Stuttgart ist groß und jeder Club hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Ich persönlich habe zwei ganz klare Favoriten unter den vier Studios, die ich bisher kennen gelernt habe: den puls fit & wellnessclub und Jivana Yoga Studio am Killesberg sowie das McFIT in Feuerbach. Bei der Luxusvariante puls war es vor allen Dingen das schöne Ambiente, das Yoga Studio und der wahnsinnig tolle Wellnessbereich, die mich begeistert haben. Beim günstigen McFIT mag ich die Tatsache, dass das Training ohne viel Schnickschnack im Vordergrund steht.

Wie sind deine Erfahrungen mit Fitnessstudios in Stuttgart? Bist du überzeugter Studiogänger und wo trainierst du am liebsten? Oder gehst du lieber alternativen Angeboten nach? Dann schau doch mal in meinen Beitrag Sport in Stuttgart: von gratis bis günstig rein.

Written by Simone
Aka Zitrone. Verdient ihr Geld mit diesen digitalen Medien. Liebt Stuttgart, ist gern auch mal woanders. Vor allem am ♥ Meer. Hat das Seepferdchen im Hallenbad Feuerbach gemacht. Igitt, igitt!