Flitterwochen in San Francisco

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Wir haben den Seehunden am Pier 39 zugesehen, uns über die Kuriositäten in Chinatown gewundert und sind über die Golden Gate Bridge spaziert: Unsere Flitterwochen in San Francisco waren wirklich abwechslungsreich, wenn auch ursprünglich überhaupt nicht so geplant. Wieso? Das erfährst du im ersten Teil „Flitterwochen an der Westküste USA.“ Hier und jetzt will ich dir alles über den ersten Stopp unseres Roadtrips in der wohl hügeligsten Stadt Kaliforniens erzählen.

Erschwerte Einreise am Flughafen

Wer gerne viel rumkommt, läuft in den USA Gefahr in den „falschen“ Ländern gewesen zu sein. Dank eines ägyptischen Stempels in Patricks Reisepass wurden wir beim Einreiseprozedere am Flughafen San Francisco eine gefühlte Ewigkeit festgehalten. Mein Pass war dank neuem Nachnamen nach der Hochzeit nagelneu und somit auch stempelfrei. Dennoch: In der sogenannten „Secondary Inspection“ galt es, die Beamten davon zu überzeugen, dass wir wirklich nur zum Urlaub machen in Ägypten waren und keinen Kontakt zu Einheimischen hatten. Irgendwann durften wir schließlich passieren. Um es positiv zu formulieren: Das Ganze hat so lange gedauert, dass uns das Schlange-Stehen beim Gepäckband sowie der Autovermietung erspart geblieben ist.

Übernachten in San Francisco

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Airbnb in San Francisco: Wir bewohnten das obere Stockwerk. Unser Mietwagen parkte direkt vor dem Haus.

Da wir für die Planung unserer Flitterwochen in San Francisco ja nur knappe 24 Stunden Zeit hatten, war wirklich kein einzig akzeptables Hotel mehr unter 500 Dollar pro Nacht (kein Scherz!) verfügbar. Plan B: eine Airbnb-Unterkunft. Diese war zwar ebenfalls alles andere als günstig, dafür aber wenigstens, hell, sauber und groß. Aktuell ist „unser“ Airbnb in Alameda bei San Francisco übrigens für die Hälfte des Preises zu haben, den wir bezahlt haben. Vorausplanen ist also wirklich von Vorteil!

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Airbnb San Francisco: der Eingangsbereich

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Airbnb San Francisco: das Schlafzimmer

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Airbnb San Francisco: das Badezimmer

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Airbnb San Francisco: die Küche

Sightseeing in San Francisco

Da wir beim Hinflug in San Francisco gelandet und drei Wochen später auch wieder hier abgeflogen sind, waren wir während unserer Flitterwochen in San Francisco quasi zweimal da. Ich will aber alle Erlebnisse in einen Bericht packen und schildere dir deshalb im Folgenden alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, die wir beim ersten oder zweiten Aufenthalt besucht haben. Und das sind:

Powell and Market inkl. Cable Car

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Just married: Flitterwochen in San Francisco

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Cable Car Endhaltestelle Powell and Market

Der Jetlag hat uns glücklicherweise kaum erwischt und so starteten wir am ersten Morgen mit einem ausgiebigen Fußmarsch durch San Francisco. Angefangen bei Powell and Market, einer von insgesamt vier Endhaltestellen der berühmten Cable Cars. Hier kannst du beobachten, wie die Cable Car manuell auf der runden Drehscheibe umgedreht wird. Das sieht dann so aus:

Union Square

Wie du im Video erkennen kannst, ist die Cable Car eine echte Attraktion in der City und nahezu jeder will mit ihr fahren. Wir hatten aber keine Lust so lange Schlange zu stehen und haben uns daher zu Fuß auf den Weg zum Union Square gemacht. Hotels, Hochhäuser, Straßenkreuzungen und Autos beherrschen diesen Platz.

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Zu Fuß von der Haltestelle Powell and Market Richtung Union Square

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Der belebte Union Square in San Francisco

Tipp: Im Kaufhaus Macy’s hast du von der Terrasse des Restaurants „Cheescake Factory“ einen tollen Ausblick auf den belebten Union Square.

Chinatown

Viele, viele Schritte später veränderte sich das Stadtbild zusehends und wir befanden uns plötzlich im berühmten Chinatown. Oder doch nicht? Irgendwie hatte dieses Stadtviertel so gar nichts mit den Bildern gemein, die unser Reiseführer präsentierte.

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Sind wir hier richtig? Das ungeschönte Chinatown in San Francisco

Denn im Grunde genommen gibt es in San Francisco zwei Chinatowns: das echte, ungeschönte (in dem wir uns gerade befanden) und das touristische mit den roten Lampions und etlichen Krimskrams-Läden. Um beide Viertel zu entdecken lohnt sich der Blick in die anliegenden Seitenstraßen!

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Kommt uns bekannt vor: das Dragon’s Gate am Eingang zum touristischen Chinatown in San Francisco

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Die roten Lampions in Chinatown sehen haargenau so aus wie im Reiseführer

North Beach

So plötzlich wie es auftauchte, verschwand das bunte Viertel auch wieder. Und wir bemerkten Straßenlaternen, die mit der italienischen Flagge verziert waren. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass wir Chinatown verlassen hatten und uns nun in North Beach, dem italienischen Stadtteil San Franciscos befanden. Cafés, Bars und kleine Restaurants laden hier zum Verweilen ein und wir machten die erste Pause vom mittlerweile doch ziemlich anstrengenden Spaziergang!

Die italienische Flagge am Straßenmast verrät: Das hier ist North Beach

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Cafés, Bars, Restaurants und Street Art prägen das Stadtbild des italienischen Viertels North Beach in San Francisco

Fisherman’s Wharf inkl. Pier 39 und Blick auf Alcatraz

Nach einer Stärkung ging es weiter Richtung Fisherman’s Wharf. Je näher wir dem Hafen kamen, desto windiger wurde es. Nachdem wir zahlreiche Souvenir-Shops mit Regenjacken und Fleece-Pullis im Angebot erspäht hatten, tauchte plötzlich das überlebensgroße Steuerrad mit der Aufschrift „Fisherman’s Wharf of San Francisco“ auf und wir waren da.

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Das überlebensgroße Steuerrad mit der Aufschrift „Fisherman’s Wharf“

Bei unserem ersten Besuch am Pier 39 (also zu Beginn unserer Flitterwochen in San Francisco) war es so nebelig, dass man die Gefängnisinsel Alcatraz nur erahnen, die Golden Gate Bridge gar nicht sehen konnte. Beim zweiten Besuch am Hafen (also knapp drei Wochen später) war die Brücke plötzlich klar und deutlich sichtbar.

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Im dichten Nebel ist Alcatraz nur zu erahnen

Übrigens konnten wir aufgrund unserer kurzen Planungszeit keine Tickets mehr für einen Besuch auf Alcatraz ergattern. Deine Tour dorthin solltest du mehrere Wochen im Voraus buchen. Der offizielle Touren-Anbieter heißt Alcatraz Cruises.

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Sonne, Nebel und eine steife Brise wechseln sich am Fisherman’s Wharf ab

Der bekannteste Pier ist der mit der Nummer 39. Hier jaulen die stinkenden (ja, und wie!) Seehunde um die Wette. Sicherlich tragen auch die zahlreichen Bars, Restaurants und Shops zur Beliebtheit dieses Hafenabschnittes bei. Es gibt Andenken, Kerzen, Schmuck, einen Weihnachtsladen, das Hard Rock Cafe San Francisco, einen Shop, der Luftdrachen verkauft und vieles mehr zu entdecken.

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Die jaulenden Seehunde am Pier 39 in San Francisco

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Shopping rund um den Pier 39 in San Francisco

Lombard Street

Nach einem ausgiebigen Rundgang, einem Abendessen und einem Abstecher in eine der zahlreichen Sportbars am Pier 39 waren wir dann ziemlich erledigt. Bevor wir am nächsten Tag das zweite Ziel unseres Roadtrips ansteuerten, ging es noch zur Lombard Street. Wir hatten Glück und ergatterten einen der wenigen Parkplätze. Alternativ kannst du aber auch mit der Cable Car hierher fahren, denn sie macht am oberen Ende der kurvenreichsten Straße der Welt Stopp.

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Aussicht vom oberen Ende der Lombard Street

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Übrigens: San Francisco kannst du auch mit der Hippie Bus-Tour erkunden

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Die Lombard Street von unten

Golden Gate Bridge

Das Wahrzeichen der Stadt, die Golden Gate Bridge, hoben wir uns für das Ende unserer Flitterwochen in San Francisco auf. Nachdem wir die Brücke also zu Beginn unserer Reise immer nur aus der Ferne gesehen haben, ging es knapp drei Wochen später mit dem Mietwagen zu zwei Aussichtspunkten: dem Vista Point direkt rechts nach der Brücke und dem Vista Point etwas links oberhalb der Brücke. Beim ersten Aussichtspunkt gibt es einen speziell für Besucher angelegten Parkplatz, so dass deine Chancen hier recht gut stehen.

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Die Golden Gate Bridge in San Francisco vom linken Vista Point aus gesehen

Der andere Aussichtspunkt verfügt nur über wenige Stellplätze. Es kann also gut sein kann, dass du hier leer ausgehst. Wir hatten beides Mal Glück und konnten die Brücke von beiden Seiten aus betrachten. Am besten in Erinnerung geblieben ist mir aber unser äußerst windiger Spaziergang über die Brücke. Denn rechts und links neben den Autos haben Fußgänger die Möglichkeit, die Golden Gate Bridge auf einem Fußweg zu überqueren.

Cliff House

Das Wetter wurde immer schlechter. Wir beendeten unseren Spaziergang, fuhren mit dem Auto wieder über die Brücke zurück und machten uns auf den Weg zum Cliff House im Westen San Franciscos. Seit über 100 Jahren kann man hier auf einen kleinen Imbiss oder auch ein größeres Mahl vorbeigehen. Uns war bei inzwischen ziemlich nasskaltem Wetter nach Kaffee und Kuchen zumute und so machten wir es uns an der breiten Fensterfront im Cliff House gemütlich und betrachteten das Meer unter uns.

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Im Cliff House kann man schon seit über 100 Jahren essen und trinken

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Bei schönem Wetter ist der Strand rund um das Cliff House ein beliebter Surfer-Spot

Painted Ladies

Als bekennende Full House-Fans hat San Francisco uns immer wieder an die Familien-Sitcom aus den 90ern erinnert. Unseren letzten Stopp legten wir deshalb bei den sogenannten Painted Ladies ein: den viktorianischen Holzhäusern aus dem 19. Jahrhundert, die stark an das Zuhause der Familie „Tanner“ erinnern.

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Die Painted Ladies in San Francisco

Fazit: Flitterwochen in San Francisco

Der erste und letzte Stopp unseres Roadtrips an der Westküste USA ist wirklich sehenswert und abwechslungsreich. Ich bin mir sicher, dass man noch viel länger in San Francisco bleiben und viel mehr erleben kann. Aber die größten Sehenswürdigkeiten der Stadt haben uns wirklich gut gefallen. Nächster Halt? Santa Barbara!

Written by Simone
Aka Zitrone. Verdient ihr Geld mit diesen digitalen Medien. Liebt Stuttgart, ist gern auch mal woanders. Vor allem am ♥ Meer. Hat das Seepferdchen im Hallenbad Feuerbach gemacht. Igitt, igitt!